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Gemeinsam eine Freude ins Gesicht zaubern

Im zurückliegenden Sommer hat der Wilhelmshavener Segelclub jede Woche Hospizgäste dazu eingeladen, mit den Mitgliedern zu segeln. Frederik Lüders, Fachwart Jugend und Sport, hat dies mit initiiert.

Mit den Gästen des Hospizes zu segeln ist eine tolle Idee. Wie kamen Sie darauf?

Das Kinderhospiz ist hier in der Region sehr bekannt. Ich habe immer wieder von den vielen Angehörigen gehört, die dort mit ihren Kindern aufgenommen werden. Wir als Verein haben uns gedacht, dass wir den Angehörigen die Möglichkeit geben möchten, ein paar Momente ihre Sorgen und Ängste zu vergessen. Den Kontakt zwischen uns und dem Hospiz hat schließlich ein ehrenamtlich Mitarbeitender hergestellt.

Wie darf man sich so einen Nachmittag bei Ihnen an Bord vorstellen?

Ich glaube, das Besondere ist einfach, dass wir die Gäste sofort mit einbinden. Segelsport ist ein Teamsport, dementsprechend werden auch die Gäste in das Team eingebunden. Natürlich ist das Segeln auch mit ein paar Herausforderungen verbunden. Einige der Gäste waren zum ersten Mal auf einem Segelschiff und hatten zunächst ein mulmiges Gefühl. Diejenigen mussten wir ein bisschen beruhigen und ihnen Mut zusprechen. Gemeinsam ist uns dies aber gut gelungen.

Wie haben Sie die Ausflüge mit den Hospizgästen erlebt?

Für uns war es schön zu sehen, wie viel Begeisterung entstanden ist und wie sehr die Gäste die Zeit mit uns an Bord genossen haben. Wir haben viel Freude und Zufriedenheit in den Gesichtern gesehen. Das hat uns natürlich stolz gemacht.

Gibt es etwas, das Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Mir ist eine Familie im Gedächtnis geblieben, der man ihre Traurigkeit richtig ansehen konnte. Nach dem Segelturn gingen sie mit einem Lächeln vom Schiff. Das war für mich der schönste Moment. Es ist schön zu sehen, dass wir mit einer Kleinigkeit Freude in die Gesichter zaubern können.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich noch mehr Vereine an solchen Aktionen beteiligen. Hiermit kann man unglaublich viel erreichen. Wenn die Angehörigen auch nur für ein paar Augenblicke auf andere Gedanken kommen, haben wir schon eine Menge erreicht.