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Haarschnitte zugunsten des Kinderhospizes

Während einer dreimonatigen Erprobungsfahrt sammelten die Bordfriseure der Crew Bravo an Bord der Fregatte Baden-Württemberg Spenden für das Kinderhospiz in Wilhelmshaven. Insgesamt kamen 2222,22€ durch freiwillige Spenden für den guten Zweck zusammen.

Als die Fregatte Baden-Württemberg nach gut dreimonatiger Abwesenheit am 16. April wieder in ihren Heimathafen Wilhelmshaven einlief, war nicht nur die Freude bei den Besatzungsmitgliedern und Angehörigen groß. Auch Sandra Ecke, Leitung des Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospizes Joshua Engelreich Wilhelmshaven freute sich enorm über die Rückkehr des Schiffes: die Besatzung hatte während ihrer Reise, die sie über England und Spanien bis nach Brasilien und auf die Kapverdischen Inseln brachte, Spenden in Höhe von 2222,22€ gesammelt. Diese gingen noch am Einlauftag in die Hände des Kinderhospizes über.

Die Idee zur Spendenaktion hatten Frau Hauptbootsmann Melanie Hartenstein und Herr Hauptbootsmann Andreas Scheunemann. Die beiden Soldaten, die im normalen Bordalltag eigentlich Funk- bzw. Artilleriewaffenmeister sind, eröffneten auf der Baden-Württemberg den Bordfriseur und schnitten, wann immer es der Dienst zuließ, Besatzungsangehörigen die Haare. Wer ihre Dienste in Anspruch nahm, wurde um eine Spende, deren Höhe die Crew-Mitglieder selbst entscheiden durften, gebeten. Während der Reise nahmen die 179 Frauen und Männer der Besatzung dieses Angebot nur zu gerne wahr: insgesamt 310 Haarschnitte zählten Hartenstein und Scheunemann am Ende zusammen.

Sandra Ecke zeigte sich begeistert von der Aktion und der Spendenbereitschaft der Soldatinnen und Soldaten: "Wir sind unglaublich dankbar für diese Spende. Es ist eine gnz tolle Idee, etwas für die Kinder und Jungendlichen in Wilhelmshaven zu machen."

Dass der Bordfriseur trotz zu dieser in Deutschland geltender Abstandsregeln und Friseurschließungen überhaupt öffnen durfte, lag nicht zuletzt auch am Landgangverbot, dass für die Besatzung seit dem 10. März galt. Da die Besatzung bis dahin von Corona-Fällen verschont blieb und Kontakte zu externen Stellen unterblieben, konnte innerhalb der Besatzung die Nähe eines Friseurbesuchs erlaubt bleiben.

Wenn auch ungewollt hatte die Corona-Krise in diesem Fall sogar positive Folgen: da die Friseure an Land bei der Rückkehr des Schiffes geschlossen waren, nutzten allein in der letzten Woche der Reise 93 Soldatinnen und Soldaten noch einmal die Möglichkeit sich die Haare schneiden zu lassen. Der Spendenbetrag und die Freude beim Kinderhospiz wuchsen somit noch einmal um ein gutes Stück.