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Maria Loheide besucht Kinderhospiz

Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik Diakonie Deutschland, und Landesdiakoniepastor Manfred Meyer, Vorstand Diakonie Bremen, haben am heutigen Freitag das Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich der mission:lebenshaus gGmbH in Wilhelmshaven besucht. Das Treffen diente dem Kennenlernen und Informationsaustausch. Hospiz-Geschäftsführung Irene Müller zeigte den Besuchern das im Jahr 2014 eröffnete Kinder- und Jugendhospiz und stellte die Arbeit der mission:lebenshaus gGmbH, die derzeit drei stationäre Hospize betreibt, vor.

"Wenn das eigene Kind stirbt, dann bricht eine Welt zusammen. Kein Schicksal kann schlimmer sein. In vielen Familien ist das unfassbare Realität. Diese Kinder und ihre Familien zu begleiten, ihnen Hilfe und Trost zu bieten, sie zu stärken und zu entlasten ist eine Aufgabe, die großen Respekt verdient. Das Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich, die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden leisten tagtäglich mit großem Engagement diese Aufgabe. Wenn ein junger Mensch unheilbar krank ist, werden qualifizierte Fachkräfte und eine gute Versorgung der ganzen Familie benötigt", so Maria Loheide im Rahmen ihres Besuchs. Darüber hinaus sagte sie: "Das Hospiz- und Palliativgesetz hat viele Fortschritte in der Versorgung von schwerkranken und sterbenden Kindern und Jugendlichen gebracht, dennoch bestehen für die Kinder und Jugendlichen sowie für ihr familiäres Umfeld Versorgungslücken. Die Diakonie Deutschland unterstützt die im Koalitionsvertrag beabsichtigte Verbesserung bei der Versorgung dieses Personenkreises und wird sich insbesondere für die Zuschussfähigkeit der Leistungen für An- und Zugehörige incl. der Trauerarbeit einsetzen."

"Das Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich ist ein Lebensort voller Wärme und Licht. Hochqualifizierte Mitarbeitende begleiten und unterstützen Kinder und ihre Familien in einer schwierigen Lebenssituation, eine Vielzahl Ehrenamtlicher schenkt Zeit und Engagement für Hospize und Spenden der Zivilgesellschaft machen diese wichtige und notwendige Arbeit erst möglich", so Manfred Meyer. "In Joshuas Engelreich steht das Leben im Vordergrund. Familien mit unheilbar kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben im Kinder- und Jugendhospiz Zeit für sich, können ihrem Alltag entkommen und an der Nordsee durchatmen. So können sie gestärkt nach Hause zurückkehren. Diese wichtige Einrichtung ist, wie viele andere Kinder- und Jugendhospize auch, aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Darum benötigen gerade Kinder- und Jugendhospize eine auskömmlichere Finanzierung durch Kostenträger. Dafür setzen wir uns als Landesverband der Diakonie ein."

"Mit der mission:lebenshaus gGmbH sind wir Mitglied im Verbund im Diakonie. Daher danke ich Frau Loheide und Herrn Meyer sehr, dass sie uns heute in Wilhelmshaven besucht haben", sagt Irene Müller. "Wir hatten sehr gute Gespräche u. a. zur Finanzierung unserer Arbeit und zur intensiven Versorgung der uns anvertrauten jungen Menschen. Ich freue mich sehr auf weitere Treffen."

Das Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich bietet seit über dreieinhalb Jahren Platz für acht lebensverkürzend erkrankte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sie werden rund um die Uhr von qualifizierten Pflegefachkräften gepflegt und betreut. Doch auch für die Zugehörigen steht ein Zimmer bereit. So können sie bei ihrem Kind sein, aber auch Kraft für den oft belastenden Alltag tanken, denn sie wissen ihr Kind hier in den besten Händen. Träger des Kinder- und Jugendhospizes ist die mission:lebenshaus gGmbH, die auch jeweils ein Erwachsenenhospiz in Jever und im Landkreis Oldenburg betreibt. Im Sommer 2018 wird ein weiteres Hospiz in Varel eröffnet.

Manfred Meyer (Diakonie Bremen), Irene Müller (mission:lebenshaus gGmbH), Maria Loheide (Diakonie Deutschland) und Sandra Ecke (Pflegedienstleitung Kinder- und Jugendhospiz) bei dem Treffen am heutigen Freitag.